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Matthias Schrappe
Kochbücher
Kochbücher sind unverzichtbar, und gleichzeitig eine zweischneidige Sache, denn sie können schon zur Unselbständigkeit verleiten. Aber die Vorteile überwiegen: für neue Ideen, für exakte Vorgehensweisen, für die Erweiterung der Optionen sollte man jedes x. Essen (jedes drittte? jedes vierte?) nach Kochbuch kochen. Auf viele Anregungen, auf viele Tipps käme man nicht ohne Kochbuch. Und die dicken Kochbücher, der Bocuse sei hervorgehoben, braucht man für die genauen Anleitungen: wie kocht man Zucker, wie macht man die Saucen, wo geht es zur Consommé etc. Das Problem ist nur: wie behält man den Überblick. Da braucht man mehr Zeit, in dreißig Kochbüchern das Rezept zu suchen vom letzten Jahr (oder ist ess schon zwei Jahre her, wer war da noch zu Gast, was war nochmal die Vorspeise...?) als das Essen schlussendlich zu kochen. Wir haben zur Notlösung gegriffen, dass wir eine alphabetische Übersicht über die besten Rezepte erstellt haben, sozusagen mit Quellenangabe. Erscheint ein bisschen na ja übertrieben, könnte man sagen, aber wir kamen auf keine bessere Idee. Ganz und gar unverzichtbar ist ein eigenes Rezeptbuch, in dem man eigene Rezepte, verfeinerte Rezepte, Tricks und vor allem das Ergebnis (war es so genug gesalzen, welcher Wein passt dazu) aufschreibt. Bei uns ist das das “Schwarze Buch”. Dann ist da noch das Internet, zur schnellen Orientierung (was gibt es für Möglichkeiten, wie macht man am besten Schweinebäckchen...) und für manchen guten Tipp. Was wir kaum nutzen, wahrscheinlich weil wir entsprechende Muffel sind, sind Fernsehkochsendungen. Weiß auch nicht, zu marktschreierisch, zu viel Effekt, aber vielleicht ist es einfach so, dass wir die Kiste nur selten an haben.