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Prof. Dr. med. Matthias Schrappe
Berufliche Tätigkeiten und CV
Aktuelles Im Sommer 2011 habe ich mich aus zahlreichen Positionen und Funktionen zurückgezogen, auch als Direktor des Institutes für Patientensicherheit der Universität Bonn und aus dem Sachverständigenrat des BMG. Eine Pause und eine partielle Umorientierung war notwendig. Weitergeführt habe ich mein Engagement beim Master-Studium der Gesundheitsökonomie der Universität Köln (zuletzt das Fach Patientensicherheit und Risikomanagement; bis 2021) und meine Referententätigkeit in verschiedenen Kursen sowie auf Anfrage meine Vortragstätigkeit. Zunehmend habe ich mich seitdem auch wieder wissenschaftlich sowie fachlich mit Fragen der Qualitätsverbesserung, Patientensicherheit und Versorgungforschung beschäftigt. Von Juni 2016 bis Mai 2018 war ich (wieder) im Vorstand des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) tätig. Ein wichtiger Einschnitt war die Corona-Krise, Anlass um die fachlich-wissenschaftliche und gesundheitspolitische  Arbeit wieder aufzunehmen (in der sog. Thesenpapier-Gruppe). Weitere Mitgliedschaften boten sich, z.B. in der Sokrates- Gruppe. Es schloss sich eine intensive publizistische Tätigkeit an, vor allem im Cicero, aber auch in anderen Medien. Zunehmend verlagerte sich der Schwerpunkt der Arbeit von der Klinischen Epidemiologie und Infektionsepidemiologie zu allgemeineren politischen Fragen, vor allem Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Im Frühjahr kam die Arbeit im Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hinzu, vor allem als Moderator (mit Jan-Peter Warnke) des Expertenrates “Gesundheit und Pflege”. Die Autorengruppe Gesundheit ist im Aufbau, ein erstes Thema besteht in der Aufarbeitung der sich ankündigenden Thematik der Unterversorgung im deutschen Gesundheitswesen.
Was treibt einen an? Innovation. Neues ausprobieren, neue Lösungen für alte Probleme. Als Beispiele: Infektiologie, Evidence-based Medicine, Versorgungsforschung, Verbindung von Wissenschaft und Management als hauptamtlicher Ärztlicher Direktor einer Universitätsklinik, als hauptamtlicher Dekan an einer privaten Hochschule. Denkbarrieren (wie zum Beispiel: als Arzt soll man sich nicht mit Ökonomie und Management beschäftigen) nicht akzeptieren. Qualität. Infection Control: vernünftige Antibiotikagabe, um Resistenzen zu verhindern. Qualitätsmanagement in einer Universitätsklinik etablieren, dort, wo die jungen KollegInnen geprägt werden. Patientensicherheit als kritisches Thema voranbringen und in Klinik, Wissenschaft (Versorgungsforschung) und Lehre integrieren. Möglichkeiten für eine Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen diskutieren und umsetzen. Management, um dies vor Ort umzusetzen - Politik, um dies voranzutreiben - Wissenschaft, um das Erreichte zu evaluieren. Gerechtigkeit. Die Versorgung von HIV-Infizierten sichern, damals in den 80er Jahren. Zugang zu einer dem Nutzen für den Patienten verpflichteten, optimalen Gesundheitsversorgung ermöglichen. Eine gerechte und sachgemäße Verteilung der Ressourcen erreichen. Dabei auch eine politische Sicht einnehmen und vertreten können, soweit dies einem möglich ist und man die Kraft dazu hat.