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Prof. Dr. med. Matthias Schrappe
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16.08.2018 Vorstellung des “APS-Weißbuch Patientensicherheit - Sicherheit in der Gesundheitsversorgung: Neu denken, gezielt verbessern” Pressekonferenz im Bundespressehaus, Berlin Das “APS-Weißbuch Patiententensicherheit” geht auf einen Gutachtenauftrag des Aktionsbündis Patientensicherheit e.V. zurück und enthält in seiner Print-Version Vor- bzw. Geleitworte des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, der internationalen Experten Don Berwick und Peter Durkin, des Vorstandes des Aktionsbündis Patientensicherheit e.V. (APS; Hedwig François- Kettner, Dr. med. Ruth Hecker und Hardy Müller) und des Verbandes der Ersatzkassen (Vorsitzende Ulrike Elsner), die das Buch finanziert haben. Es ist zeitgleich in der Medizinischen Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft erschienen (Schrappe 20181) und steht außerdem auf der Webseite des APS zum freien Download bereit, zusammen mit einem englischsprachigen Executive Summary. Die Presseerklärung des Autors ist hier erhältlich, weiterhin sind die Originalfassung des Gutachtens und seiner Teile per Download zu erhalten (s. Kasten). Es ist natürlich nicht einfach, hier ein umfangreiches, analytisch ausgerichtetes und systematisch aufgebautes Weißbuch von 620 Seiten in wenigen Zeilen vorzustellen, deswegen seien nur einige zentrale Aspekte herausgegriffen. Jedenfalls waren der Erstellung des Weißbuches längere Diskussionen vorausgegangen, die alle zum gleichen Schluss kamen: Zwanzig Jahre nach Erscheinen des Reports „Irren ist menschlich“ („To Err Is Human“) durch das Institute of Medicine in den USA2 und bald 15 Jahre nach Gründung des deutschen Aktionsbündnis Patientensicherheit im Jahr 2005 erscheint eine neuerliche Bestandsaufnahme zum Thema Patientensicherheit in Deutschland dringend geboten. Man war sich auch darüber einig, dass es dabei nicht um eine Wiederholung der bekannten Forderungen und Zahlen gehen sollte, sondern um - ein neues Nachdenken über die zugrundliegenden Konzepte und - den Einsatz moderner Verfahren für das Erreichen anhaltender Verbesserungen. Gerade der letzte Punkt erschien wichtig, denn ein Handlungsbedarf kann nur dann handlungsleitend sein, wenn auch Handlungsoptionen zur Verfügung stehen. Diese Sichtweise spiegelt sich im Untertitel “Neu denken - gezielt verbessern” deutlich wieder. Der Adressatenkreis des hier vorgestellten APS-Weißbuch Patientensicherheit kann als breit gestreut gelten, im Einzelnen handelt es sich um - die allgemeine Öffentlichkeit, - die (Gesundheits-)Politik, - die Fachöffentlichkeit des Gesundheitswesens und - die Patientensicherheits-Spezialisten in den Einrichtungen des Gesundheitswesens. Besonders die letzte Gruppe bedarf verstärkter Aufmerksamkeit, denn die Anforderungen aus der politischen und Management- Ebene werden immer härter, die Spezialisten werden aber in der Praxis und in der theoretischen Absicherung ihres Handelns oft alleine gelassen, aller Bemühungen z.B. des APS zum Trotz. Das Weißbuch umfasst 620 Seiten (Print-Version) und sieben Kapitel (s. Kasten), insgesamt sind 865 Literaturquellen verarbeitet. Die Absicht bestand von vorneherein darin, ein Basiswerk zur Verfügung zu stellen, das den Stand des Wissens umfassend abbildet. Gleichzeitig sollten die Praxisrelevanz und die Prägnanz der politischen Implikationen jedoch konkret und nachvollziehbar erkennbar bleiben. Im Kern behandelt das Weißbuch drei Themengebiete: - das grundlegende Verständnis von Patientensicherheit, - die Quantifizierung bzw. Bestimmung von Patientensicherheit, - die Interventionen zur Verbesserung der Patientensicherheit, insbesondere die sog. Komplexen Mehrfachinterventionen, die dringend auch in Deutschland eingesetzt werden sollten (sog. Complex Multicomponent Interventions) und stellt abschließend - die neue “Agenda Patientensicherheit” des APS vor. Diese vier Punkte werden auf den nachfolgenden Seiten kurz dargestellt, wobei die sieben Kapitel sowie die Literaturangaben als pdf auch direkt heruntergeladen werden können (s. Kasten). Literatur 1 Schrappe, M.: APS-Weißbuch Patientensicherheit – Sicherheit in der Gesundheitsversorgung: Neu denken, gezielt verbessern. Mit Geleitworten von Jens Spahn, Don Berwick und Peter Durkin. Medizinisch-Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2018 2 Kohn, L.T., Corrigan, J.M., Donaldson, M.S. (eds.): To Err Is Human. Building a Safer Health System. Committee on Quality of Health Care in America, Institute of Medicine, Washington 1999
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